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Hautkrebs ist der mit Abstand häufigste Tumor beim Menschen. Man unterscheidet dabei zwischen hellem und schwarzem Hautkrebs. Der helle Hautkrebs geht von den hornbildenden Zellen (Keratinozyten), der schwarze Hautkrebs von den pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) der Oberhaut (Epidermis) aus.

Die Hautkrebsentstehung ist von vielen Faktoren abhängig, wobei die genetische Veranlagung, der Hauttyp (die konstitutionelle Hautfarbe und die Fähigkeit zur Pigmentbildung), die Menge an Sonnenlichtexposition der Haut während des ganzen Lebens und das Alter die wesentlichsten Faktoren sind.

Regelmäßige Muttermalkontrollen sind insbesondere bei Personen mit sehr vielen oder atypischen Muttermalen sowie bei einer familiären Belastung für schwarzen Hautkrebs sinnvoll. Neben der klinischen Untersuchung und Photodokumentation von verdächtigen Muttermalen ermöglicht die auflichtmikroskopische Untersuchung eine bis zu 30-fache Vergrößerung von Pigmentveränderungen und somit eine wesentliche bessere Beurteilung und Diagnosestellung bei unklaren Hautveränderungen.

Bei der Abklärung von Kopfhaut- und Haarerkrankungen stehen die Erhebung einer detaillierten Krankengeschichte und die genaue Inspektion von Kopfhaut, Haaren und Nägeln (gegebenenfalls auch der Mundschleimhaut und des restlichen Körpers) im Mittelpunkt. Die Auflichtmikroskopie von Kopfhaut und Haaren (Trichoskopie) kann weitere diagnostische Hinweise liefern. Das Trichogramm ist eine Technik der mikroskopischen Begutachtung von epilierten Haaren, die bei speziellen Fragestellungen wie zum Beispiel Haarschaftdefekten zur Anwendung kommt.

Das Wood-Licht ist ein langwelliges ultraviolettes Licht, das insbesondere bei der Diagnostik von Pigmentstörungen der Haut zur Anwendung kommt, da es den Kontrast zwischen Hautarealen mit normalen und verringertem Pigmentgehalt erheblich verstärkt und auch diskrete Pigmentanomalien sichtbar macht.

Bei dieser Untersuchung werden Hautschuppen abgekratzt und mit Kalilauge versetzt, wodurch Pilzelemente sichtbar gemacht werden können. Auf diese Weise können Fadenpilzinfektionen der Haut und Nägel nachgewiesen werden.

Die Photodynamische Therapie ist ein sehr wirksames Verfahren zur Behandlung von oberflächlichem hellem Hautkrebs. Dieses nicht-invasive (unblutige) Verfahren eignet sich besonders bei größeren Hauttumoren (z. B. großes Rumpfhautbasaliom oder Morbus Bowen der Haut) oder ausgedehntem Befall (z. B. viele aktinische Keratosen auf der Kopfhaut bei Männern mit schütterem oder fehlendem Haar oder im Bereich von Stirn und Wangen). Bei dieser Therapie wird zuerst eine Creme auf die befallenen Hautpartien aufgetragen, welche bevorzugt von entarteteten Hautzellen verstoffwechselt wird und diese lichtempfindlich macht. Nach einer Einwirkzeit von 3 – 4 Stunden erfolgt anschließend eine Bestrahlung mit sehr intensivem Rotlicht, wodurch Sauerstoffradikale freigesetzt und die Hautkrebszellen getötet werden. Die Vorteile der photodynamischen Therapie sind neben der guten Wirksamkeit auch die hervorragenden kosmetischen Ergebnisse und die ambulante Durchführbarkeit dieser Methode.

Die Kryotherapie (Vereisung) ist ein seit Jahrzehnen bewährtes Verfahren in der Dermatologie, bei dem oberflächliche Hautveränderungen (z. B. Hautwarzen oder heller Hautkrebs wie aktinische Keratosen, Morbus Bowen oder oberflächliches Basaliom) kurz eingefroren und in der Folge abgestoßen werden. Die Vereisung dauert zwischen 30 und 60 Sekunden, wonach sich im behandelten Hautareal eine leichte, entzündliche Schwellung ausbildet. Danach kommt es üblicherweise innerhalb von einer Woche zu einer narbenlosen Abheilung.

Es gibt unterschiedliche Methoden zur Entfernung von störenden oder bösartigen Hautveränderungen wie z. B. das Abtragen mit einem scharfen Löffel, das tangentiale Abtragen mit einem Messer (shaving), die elektrokaustische Zerstörung oder die Exzision (das Herausschneiden). Bei all diesen Verfahren kommen lokale Betäubungsverfahren zur Anwendung (Oberflächenanästhesie oder intrakutane Anästhesie), sodaß die Eingriffe völlig schmerzlos verlaufen.